1001 SORRYS

Künstlerhaus Mousonturm | September / November 2020

Infos und Credits:

Konzeption, Text und Performance: Max Brands, Bastian Sistig und Hanna Steinmair
Outside Eye:** Nele Beinborn, Marcus Dross und Susanne Zaun

Koproduktion: Künstlerhaus Mousonturm Ermöglicht durch: Das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Konzeptionsrecherchen im Rahmen von next generation workspace – ein Residenzprojekt von Künstlerhaus Mousonturm, Starke Stücke-Festival, Theaterhaus Frankfurt und der Hessischen Theaterakademie. 1001 Sorrys ist Teil des Gastspielprogrammes FLUX, Theater und Schule.

Hey. Verzeihung. Pardon. Tut mir Leid. Sorry not sorry. Gibt es überhaupt eine angemessene Form sich zu entschuldigen? Täuschen, flüstern, flehen, zittern – und Tränen als Spezialeffekte – erlaubt ist, was hilft! In ihrem Sorry-Labor arbeiten sich Max Brands, Hanna Steinmair und Bastian Sistig quer durch das Feld denkbarer Entschuldigen, ob fürs Zuspätkommen, sehr persönliche Verbrechen oder globale Ungerechtigkeiten. 1001 Sorry’s ist eine spielerische Versuchsanordnung für ein junges und älteres Publikum, die sich mit der Frage beschäftigt, was es bedeuten kann, sich zu entschuldigen. Die 3 Autorinnen stellen sich selbst als performative Probandinnen zur Verfügung. Sie untersuchen das Sorry als soziale Geste, als verbindliche Form und Projektionsfläche. Sie müssen 1001 Mal Sorry sagen. Sie haben Counter, die klicken, denn jedes Sorry zählt. Ein never ending Sorry-Score verbindet Personal Sorrys, Massive Sorrys und Ritterinnen Sorrys, ein postironisches Sorry-Medley und beinhartes Apologytraining zu einer Sorrysammlung bei der kein Auge trocken bleibt. Mit Hilfe des Publikums wird die Sammlung bei jeder Performance konsequent erweitert. Zuschauerinnen werden zu Mitwisserinnen & Co-Autorinnen. Sorry, but we really have to start now!


„Steinmair, Brands & Sistig tricksen die schlecht gestellte Schuldfrage einfach aus. Es geht nicht darum, wer wofür zu Kreuze kriechen muss, sondern um eine pragmatische Versuchsanordnung, in der mit dem Sorry-Sagen selbst gespielt werden kann. (..) In dem Raum den Steinmair, Brands & Sistig dabei virtuos zwischen sich un dem Publikum aufspannen ist überraschend viel Platz.“ Maxi Wallenhort, Frankfurter Allgemeine Zeitung