SPECULATIVE RUINS // RUINS OF SPECULATION

Implantieren Festival 2020 | 04.- 06. September 2020

Mit »SPECULATIVE RUINS // RUINS OF SPECULATION« führt das Künstler*innenkollektiv PARA seine 2018 begonnene Auseinandersetzung mit Zeitfragen, Narrativen der Erinnerungspolitik und der Zukunft des Kulturerbes fort. Im Rahmen von IMPLANTIEREN 2020 soll die Bankenmetropole Frankfurt auf ihre Ruinenhaftigkeit untersucht und dafür die zukünftigen Überreste des globalen Finanzsystems sichtbar gemacht werden. Welche historische Rolle werden Kreditderivate, Aktienindizes und Risikokultur einmal gehabt haben? Welche kulturellen Praktiken werden uns in Zukunft ein archäologisches Rätsel aufgeben? Welche Ruinen wird die Finanzspekulation hinterlassen und wie spekuliert man auf die künftigen Trümmer der Gegenwart?

PARA gibt eine Vorahnung und legt den Grundstein für das Frankfurter Bankenviertel als Kulturerbelandschaft der Zukunft. Mittels spekulativer Bauvorleistung und partizipativem Ruinieren richtet die Arbeit den Blick auf mögliche Überbleibsel einer Ära des derivaten Paradigmas. PARA untersucht so die Ästhetik des Verfalls im öffentlich Raum und konstruiert (Un-)Möglichkeiten des Bewahrens. Bei einer Baustellenführung können die Zuschauer*innen ausgewählten Ruineteststücken begegnen und über das Ende der Finanzmärkte sinnieren.

»SPECULATIVE RUINS // RUINES OF SPECULATION« ist Teil der Künstlerischen Langzeitforschung »HOW GLOBALIZATION CAME TO AN END« (AT) und ist eine Koproduktion von IMPLANTIEREN2020; in Kooperation mit dem Künstlerhaus Lukas und dem Institut Stechlin; gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.